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Das Klima einer Region betimmt, wo wir Menschen in ihr in größerer Zahl leben können.
Prof. Dr. Hartmut Graßl

Methodenspektrum

Methodenvielfalt ist nach Hilbert Meyer, Professor für Schulpädagogik an der Universität Oldenburg, eines der zehn Merkmale guten Unterrichtes. Besonders wirkungsvolle Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung wurden im Rahmen des Projektes Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule erprobt und weiterentwickelt. Die Methoden variieren naturgemäß je nach Lernbereich und Lernsituation. Im Folgenden werden die Methoden kurz beschrieben und den Strukturelementen der Lernbausteine des Projektes zugeordnet.

Recherche (Bezug: SE-1, SE-9)

Die Recherche ist eine Methode zur Beschaffung von Informationen. Sie kommt der kindlichen Neugierde besonders entgegen. Sie stellt eine besondere Methode im Rahmen des selbstorganisierten Lernens dar. Für Kinder im Grundschulalter ist vom Pädagogen dazu eine altersgerechte Vorauswahl zu treffen, die dann als überschaubare, themenspezifische Lernumgebung zur Verfügung gestellt wird. Als Material dienen hier beschriftete Definitionskarten und Multiple Choice Fragen.

Lexikoneintrag erstellen (Bezug: SE-1, SE-9, SE-10)

Das Erstellen von Lexikoneinträgen ist eine Methode zur Förderung des kindlichen Ausdrucksvermögens und zur Lernzielkontrolle. Der richtige Umgang mit Fachbegriffen wird eingeübt und führt zur Erweiterung des Wortschatzes. Der Lexikoneintrag erfolgt jeweils auf einer Wortkarte und ist zur Sammlung und Recherche im Prima Klima Lexikon vorgesehen. Als Material dienen hier Lückentexte und leere Definitionskarten.

Lernspiel (Bezug: SE-1, SE-9, SE-10)

Die Methode Lernspiel nutzt die Vorliebe von Kindern Tätigkeiten nach bestimmten Regeln und Handlungsabläufen ohne bestimmten Zweck, in ihrer Grundfunktion zur Entspannung vorzunehmen. Beim Lernspiel handelt es sich um eine Sonderform des Spieles, die für sich beansprucht neben der spielerischen Handlung auch Wissen zu bestimmten Themen (hier speziell Klimawandel und Klimaschutz) oder Techniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln und dabei die Wahrnehmung auf bestimmte thematische Schwerpunkte zu fokussieren. Lernspiele verfolgen eine formelle Bildungsabsicht und sind auf bestimmte Lernziele hin ausgerichtet. Geeignete Spielformen sind die im Folgenden erläuterten Spielformen: Ratespiel, Zuordnungsspiel, Lernen an Stationen, Rollenspiel, Szenenspiel, Bewegungsspiel, Gruppenspiel, Wahrnehmungsspiel.

Ratespiel (Bezug: SE-1, SE-5, SE-9, SE-10)

Das Ratespiel ist charakterisiert durch seine Frage- und Antwortform. Es ist in Klein- als auch in Großgruppen, sowie zu unterschiedlichsten Themenschwerpunkten spielbar. Ziel des Spieles ist möglichst viele Fragen richtig zu beantworten. Das Ratespiel, auch Quiz genannt, erfreut sich besonderer Beliebtheit unter Kindern und Erwachsenen, wodurch sich unterschiedlichste Variationen in unterschiedlichen Medienbereichen wie Hörfunk, Fernsehen, Zeitung, Computer usw. entwickelt haben. Als Material dienen hier Begriffskarten, zum Darstellen und Erraten von Begriffen, Lückentexte, und Buchstaben- und Worträtsel.

Zuordnungsspiel (Bezug: SE-1, SE-9, SE-10)

Beim Zuordnungsspiel handelt es sich um eine besondere Art des Lernspieles, bei dem Kategorien erkannt und Zusammenhänge bzw. Ordnungen hergestellt werden. Dabei werden in der Ausgangsspielsituation oft chaotische, fehlerhafte oder durcheinander geratene Systeme dargestellt, die anhand der Spielphasen wieder in Ordnung gebracht werden. Als Material werden Wort-Bild und Begriff-Bedeutungsvorlagen verwendet.

Lernen an Stationen (Bezug: SE-1, SE-3 und SE-8, SE-9, SE-10)

Beim Stationenlernen handelt es sich um eine Methode des Offenen Unterrichtes, die das selbständige Arbeiten von Schülerinnen und Schülern fördert. Die Lernenden arbeiten weitestgehend selbständig in Lernzirkeln, die anhand von didaktisch aufbereiteten Materialien die Erschließung komplexer Themen ermöglicht. Dazu wird ein komplexes Thema in Teilgebiete untergliedert und zu jedem Schwerpunkt verschiedene Arbeits- und Lernangebote bereitgestellt, die den sachlogischen Bezug der einzelnen Stationen verdeutlichen. So fügen sich im Verlauf des Lernprozesses die einzelnen logischen Segmente der Lernstationen zu einem gemeinsamen Themenwissen zusammen. Um dem individuellen Lernverhalten und Lerntempo der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden empfiehlt sich zusätzlich zu den einzelnen Lernstationen des Lernzirkels die Berücksichtigung von Außenstationen, Parallelstationen, Pufferstationen, Kontrollstationen und Servicestationen zur Recherche. Zur Lernzielkontrolle werden Stationenkarten oder Lerntagebücher eingesetzt. Als Material werden eine allgemeine Stationsbeschreibung, Tischkarten, eventuell themenbezogene Zusatzmaterialien und eine Stationenkarte zur Lernzielkontrolle verwendet.

Experiment (Bezug: SE-3, SE-9)

Beim Experiment handelt es sich um eine methodisch angelegte Untersuchungsanordnung, die ausgeführt wird, um einen Erkenntnisgewinn zu erzielen. Das Experiment wird eingesetzt, um Nachweise über Ursache- Wirkungsbeziehungen zu verdeutlichen, die nach Auswertung zu Schlussfolgerungen führen. Das Experiment im wissenschaftlichen Sinne ist eine erfolgreiche Methode, um Nachweise über bestimmte Sachverhalte zu erbringen. Dazu sind die im Folgenden beschriebenen Verfahrensschritte und Ergebnisse regelmäßig und genau zu dokumentieren. Als Material werden Anleitungen für Experimente gegeben.

Beobachtung (Bezug: SE-3, SE-9)

Die Methode der Beobachtung steht in engem Zusammenhang mit dem Experiment. Eine annähernd wissenschaftliche Beobachtung orientiert sich an den Fragen was, wann, wo, wie lange, weshalb, wodurch, und von wem. Dazu ist genaues, intensives, wiederholtes Hinschauen und dokumentieren unabdingbar. Als Material dienen Beobachtungsbögen.

Beschreibung (Bezug: SE-3, SE-9)

Die Beschreibung ist eine Methode der Widergabe von Sachverhalten. Sie dient der Erfassung charakteristischer Merkmale meist komplexer, mehrstufiger Sachverhalte. Sie bedient sich der Schrift-, Bild-, Sprach- oder mimischer Ausdrucksformen. Als Material dienen Formulare.

Dokumentation (Bezug: SE-3, SE-9, SE-10)

Die Dokumentation ist eine Methode zur Nutzbarmachung von Informationen zur weiteren Verwendung. Sie dient der Systematisierung und des gezielten Findens von Ergebnissen und Informationen. Die Dokumentation bedient sich unterschiedlicher Darstellungsformen wie z.B. der Präsentation in Wort, Print, Bild, Radio Features, Film oder Computerdatenbanken. Als Material dienen Arbeitsblatt und Posterrahmen.

Bestimmung (Bezug: SE-3, SE-9, SE-10)

Die Bestimmung als Arbeitsmethode wird im Rahmen des Lernmoduls auf dem Gebiet der Biologie eingesetzt. Sie beschreibt den Vorgang, einem Individuum einen Namen zuzuordnen. Die Zuordnung erfolgt nach natürlichen, vererbbaren Eigenschaften, z.B. der Morphologie, Anatomie und Physiologie. Als Material dient der Bestimmungsbogen.

Messung (Bezug: SE-3, SE-9)

Die Messung bezeichnet das Ausführen einer geplanten Tätigkeit um eine Aussage über eine Messgröße zu machen. Zur Dokumentation der Messgröße bedient man sich bestimmter Maßeinheiten. Im Rahmen des Projektes nutzen wir diese unabhängige Art des Vorgehens in unterschiedlichen Anwendungsfeldern. Als Material dient die Messtabelle.

Auswertung (Bezug: SE-3, SE-9, SE-10)

Als Auswertung bezeichnet man die Berechnung von Messergebnissen zur Einordnung, hier speziell zur Ermittlung von Klima relevanten Daten. Als Material dient der Auswertungsbogen.

Modellbau (Bezug: SE-2, SE-3, SE-9, SE-10)

Beim Modellbau handelt es sich um eine Methode zur Herstellung eines konkreten dreidimensionalen Objektes als Nachbildung eines realen oder geplanten Vorbildes. Für die Qualität des Modells ist die Maßstabstreue wichtig, wobei die Materialien stark variieren können. Als Material dient eine Materialliste zum kreativen Einsatz und eventuell eine Modellbauanleitung

Interview / Experteninterview (Bezug: SE-2, SE-9)

Das Interview stellt eine Form der Befragung dar, mit dem Ziel persönlich Informationen oder Sachverhalte zu ermitteln. Das Interview bedarf intensiver Vorbereitung zur Durchführung. Die Fragen müssen gut überlegt und ausgewählt sein. Man unterscheidet Interviews hauptsächlich nach drei Schwerpunkten: zur Person, zur Sache oder zur Meinung. Zur Ermittlung spezieller Projektinhalte haben wir Teile der drei Interviewformen verwendet und Experteninterviews zu Sachthemen durchgeführt, die Fragen zur Person, zur Sache und zur persönlichen Meinung enthalten. Als Material dient eine Interviewvorlage und Tipps zur Durchführung eines eigenen Interviews mit Zeitexperten vor Ort.

Rollenspiel (Bezug: SE-6, SE-9, SE-10)

Das Rollenspiel unterliegt dem Konzept des interaktiven Spiels, in dem sich ein oder mehrere Spieler in die Rolle eines fiktiven Charakters versetzen und aus dieser Perspektive heraus agieren oder reagieren. Es wird ein Spielleiter ernannt, der für die Einhaltung der Spielregeln sorgt. Als Material dienen eine Situationsbeschreibung, Beschreibung einzelner Charaktere und eine Beschreibung der Spielsituation.

Szenenspiel (Bezug: SE-4, SE-6, SE-8, SE-9, SE-10)

Das Szenenspiel, hier im Besonderen das pantomimische Szenenspiel ist eine Methode der darstellenden Kunst, bei der auf den Einsatz gesprochener Sprache verzichtet wird. Der Mimik und Körpersprache kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Ein komplexes Thema oder ein Handlungsstrang werden in einzelne Teilbereiche, hier Szenen genannt, unterteilt und mit Hilfe von Akteuren, mit Utensilien, Schminke und Masken dargestellt. Als Darstellungsort einer bestimmten Handlung dient meist eine Bühne oder das natürliche Umfeld. Da es sich beim pantomimischen Szenenspiel um eine Sonderform der darstellenden Kunst handelt, ist bei ihrem Einsatz auf das vorbereitende Lernen von charakteristischen Techniken zu achten, die dem Zuschauer das Verstehen der dargestellten Szenen ermöglichen. Es kommt darauf an Handlungsabläufe anhand von charakteristischen Bewegungen, Symbolen und Utensilien ohne den Gebrauch der Sprache zu verdeutlichen. Zur wirkungsvollen Darstellung bedient man sich gerne der übertrieben langsamen Darstellung charakteristischer Einzelheiten und der Untermalung mit Musik. Als Material dienen Szeneninformationen, Anleitungen, Regieanweisungen, Bühnenplan und eventuell Notenmaterial zum Einsatz Orff 'scher Instrumente.

Phantasiereise (Bezug: SE-4, SE-9)

Die Phantasiereise ist ein imaginatives Verfahren, das auf Grundlage erarbeiteter Ergebnisse aus der Positiven Wendung der Problemlage anhand zentraler Fragestellungen Ideen und Wünsche für die Zukunft und Handlungsmotivation für die Zukunft generiert. Ein Idealzustand wird erträumt, der im weiteren Verlauf der Themenbearbeitung auf Umsetzungsmöglichkeiten überprüft wird und im Idealfall ansatzweise Umsetzung findet.

Auf die Vorbereitungsphase zur Schaffung einer angenehmen Atmosphäre folgt eine Ruhephase und Einleitung in die Verhaltensformen der Phantasiereise. Dann folgt als Hauptteil eine fiktive Geschichte. Im Anschluss daran erfolgt die Rückkehr in die Realität. Den Abschluss bildet ein Gespräch oder ausdrucksstarkes Malen und Gestalten. Als Material dienen eine Anleitung zur Fantasiereise, eine fiktive Geschichte als Beispiel und ein Hinweis auf ein Musikbeispiel zur Untermalung.

Punktabfrage (Bezug: SE-1, SE-6 und SE-8)

Die Punktabfrage ist eine Methode zur persönlichen Bewertung von Aktionen, Präsentationen und Ergebnissen. Sie dient der Kategorisierung und der Darstellung von Bewertungskriterien. Die Teilnehmer bewerten Vorschläge oder Aktionen mit 6 Punkten. Drei Punkte als Höchstbewertung bis hin zu einem Punkt. Als Material dienen Klebepunkte und eventuell Moderationskarten zur Beschriftung.

Service Lernen (Bezug: SE-2, SE-7, SE-8, SE-9)

Beim Service Lernen handelt es sich um eine Projekt orientierte Methode zur Umsetzung von in der Schule erworbenem Wissen in Form von sozialräumlich orientiertem Engagement in der Gemeinde. Diese Methode birgt besondere Möglichkeiten im Unterricht Erlerntes praktisch zu erproben und leistet einen besonderen Beitrag Schule sozialräumlich zu verankern. Als Material dienen Rahmenvorlagen zur Präsentation.

Bewegungsspiel (Bezug: SE-5, SE-9)

Unter Bewegungsspielen fast man Spiele zusammen, die im Besonderen dem Bewegungsdrang der Mitspieler gerecht werden. Anhand bestimmter Spielregeln werden Bewegungen ausgeführt, die zur Erreichung des Spielzieles notwendig sind. Dabei werden unterschiedliche Sinne angesprochen, wird in vielerlei Weise die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit des oder der Mitspieler gefördert. Beispiele sind Lauf-, Fangen-, Hüpf-, Ballspiele oder Geschicklichkeitsspiele. Als Material dienen Spielanleitungen.

Gruppenspiel (Bezug: SE-5, SE-9)

Unter Gruppenspielen fasst man solche Spiele zusammen, die mit mehreren Mitspielern nach bestimmten festgelegten Regeln gespielt werden können. Dabei spielen je nach Spielform eine oder mehrere Gruppen gemeinsam oder im Wettbewerb auf die Erreichung des Spielzieles hin. Hier eignen sich im besonderen Spiele, bei denen einzelne Mitglieder der Gruppen Ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten oder ihr Wissen einsetzen, um gemeinsam das Spielziel zu erreichen. Zu dieser Spielkategorie zählen Vertrauensspiele, Wahrnehmungsspiele, Kimspiele, Geschicklichkeitsspiele und Wahrnehmungsspiele. Als Material dienen Spielanleitungen.

Wahrnehmungsspiel/ Vertrauensspiel (Bezug: SE-5, SE-9)

Unter der Kategorie der Wahrnehmungsspiele und Vertrauensspiele fasst man solche Spiele zusammen, die im Besonderen die Wahrnehmung der Mitspieler fördern und das Gruppengefühl durch eine vertraute Stimmung fördern. Es geht um die Förderung der Sinne, im spielerischen sensibilisieren der sieben Sinne, riechen, schmecken, fühlen, hören, und um die Sensibilisierung für Werte des Vertrauens wie Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Verständnis, Fairness und Solidarität. Als Material dienen Spielanleitungen.

Kreatives Schreiben (Bezug: SE-4, SE-7, SE-8, SE-9)

Beim kreativen Schreiben handelt es sich um eine Lernmethode, bei der anhand der Vorgabe leichter Schreibhilfen das Verfassen eigener Schriftstücke eingeübt wird. Dazu sind Lehrplanbezogen für unterschiedliche Zielgruppen spezifische Schreibformen im Fokus, auf die im Folgenden näher eingegangen wird.

Elfchen (Bezug: SE-1, SE-4, SE-7, SE-8, SE-9)

Beim Elfchen handelt es sich um ein kurzes Gedicht mit festgelegter Form. Es besteht aus 5 Zeilen. In Zeile 1 steht ein Wort, das den Gedanken, das Thema, Ereignis oder den beschriebenen Begriff erfasst. In Zeile zwei wird anhand von zwei Worten beschrieben, was das Wort aus Zeile eins macht. Zeile drei drückt mit drei Worten aus, wo oder wie das Wort aus Zeile eins ist. In Zeile vier wird anhand von vier Worten die Meinung des Schreibenden ausgedrückt und in Zeile fünf mit einem Wort das Fazit gezogen. Als Material dient eine Kartenvorlage.

Gebet (Bezug: SE-4, SE-7, SE-8, SE-9)

Das Gebet ist eine zentrale Glaubenspraxis vieler Religionen. Im christlichen Raum bezeichnen wir diese Art der mit Worten und begleitenden Handlungen durchgeführte Anrede eines transzendenten Wesens als Sprechen mit Gott. Als Material dienen Beispielvorlagen.

Metapher (Bezug: SE-4, SE-7, SE-9)

Bei der Metaphernfindung handelt es sich um eine Methode des Einsatzes rhetorischer Figuren, bei denen ein Wort nicht in seiner wörtlichen Bedeutung sondern in übertragener Bedeutung gebraucht wird. Als Material zur Bearbeitung dienen Wortkarten.

Geschichte (Bezug: SE-1, SE-4, SE-7, SE-8, SE-9)

Die literarische Geschichte ist eine Form des kreativen Schreibens. Sie ermöglicht das Träumen und die unterhaltsam bis spannende Vermittlung von Fantasien bis hin zu speziellen Wissensinhalten. Sie bedient sich anhand ausgewählter Stilmittel der Möglichkeiten Figuren zu erfinden, Handlungen festzulegen, Probleme, Konflikte und Hindernisse zu entwickeln, die den Leser zu Erfahrungen und Erkenntnissen führen. Als Material dienen Geschichten mit offenem Ende und Themenvorschläge.

Malen (Bezug: SE-4, SE-7, SE-8, SE-9)

Die kreative Methode Malen stellt eine künstlerisch bildende Ausdrucksform dar. Dabei werden Farben anhand unterschiedlicher Techniken auf Papier gebracht. Der Einsatz der Methode Malen eignet sich im Umgang mit Kindern im Besonderen auch als Ausdrucksform zur Darstellung komplexer Erlebnisse, Zusammenhänge und Vorgänge, für die das sprachliche Vermögen der Grundschulkinder noch nicht ausreicht. Als Material dienen themenbezogene Hinweise und Einsatzoptionen.

World Café (Bezug: SE-4, SE-9)

Diese Methode eignet sich in besonderer Weise dazu, komplexe Themen in größeren Gruppen, hier Klassenverbänden zu diskutieren und neue Ideen zu entwickeln und dabei alle Gruppenmitglieder aktiv zu beteiligen. Nicht ein konkretes Ergebnis steht im Mittelpunkt, sondern die Kommunikation in einer ansprechenden Atmosphäre – in Kaffeehausatmosphäre eben, bei der die Tische locker im Raum verteilt werden. Die Tische werden mit Papier überzogen, sodass Gesprächsergebnisse einfach auf das "Tischtuch" geschrieben werden können. Jeder Tischgruppe wird ein Gastgeber und eine bestimmte Fragestellung zugeordnet. Die Gruppen wechseln im Verlauf des Verfahrens frei ihre Tische. Der Gastgeber bleibt als Einziger am selben Tisch und hat die Aufgabe neue Gäste zu begrüßen und ihnen die wichtigsten Themen, Fragen und Ideen der Vorrunde mitzuteilen. Sequenzen im Plenum wechseln sich mit Sequenzen der Diskussion in Kleingruppen ab, mitgeschrieben wird am Tischtuch! Als Material dient das Themenmaterial zur Erarbeitung einer Klimaschutzvereinbarung.

Entdeckendes Lernen (Bezug: SE-1, SE-2, SE-3, SE-9, SE-10)

Im Umgang mit der Methode Entdeckendes Lernen, wird Lernen als aktive Konstruktion von Erkenntnis durch die Lernenden betrachtet, es geht um wirkliches Verstehen von Sachverhalten und Zusammenhängen, um Lernen, das Sinn macht und persönliche Bedeutung gewinnt, nicht um die Speicherung von Faktenwissen, nicht um das alleinige Trainieren von Methoden oder Schlüsselkompetenzen. Diese Methode eignet sich zur Bearbeitung aktueller, nachhaltiger Themen. Aktive Prozesse des Erprobens und Reflektierens werden durch die Entwicklung thematischer Fragestellungen motiviert und führen zur Herausbildung von Erkenntnissen. Wichtige Meilensteine auf dem Weg zum erfolgreichen Lernprozess sind: Ideensammlung, Prozessplanung, Experiment, Beobachtung, Organisation des Lernprozesses, regelmäßiger Gedankenaustausch bis hin zur Präsentation der Ergebnisse, die zur Interpretation der Phänomene führt. Als Material dienen Arbeitsblätter mit Arbeitsaufträgen, sowie eventuell eine Teilnehmerliste

Exkursion (Bezug: SE-1, SE-2, SE-3, SE-9)

Eine Exkursion ist ein Ausflug, eine Wanderung oder eine Reise unter bildender Zielsetzung. Der Einsatz dieser Methode erfreut sich steigender Beliebtheit. Daraufhin erfolgte eine Ausrichtung und Bewertung auf die Anforderungen unterschiedlicher Zielgruppen hin. Als Material dienen eventuell eine Teilnehmerliste, eine Elterninformation und eine Zielortbeschreibung.

Besuch außerschulischer Lernorte (Bezug: SE-1, SE-2, SE-3, SE-9, SE-10)

Die Methode führt die Kinder und das pädagogische Lehr- und Betreuungspersonal gemeinsam an Orte außerhalb der Schule, zum Zweck des anschaulichen Lernens. Wir unterscheiden pädagogisch vorbereitete Lernorte und nicht pädagogisch vorbereitete Lernorte, die je nach Themenstellung und Schwerpunkt ausgewählt werden. Diese Methode findet im Rahmen des Sachunterrichtes besondere Verwendung, weil sie bei der Lebenswirklichkeit der Kinder ansetzt und die Aktualität und Relevanz des Themenfeldes verdeutlicht. Der Einsatz dieser Methode wird ihrem hohen Qualitätsanspruch gerecht, weil sie direkten Einblick in bestehende Wirkungszusammenhänge ermöglicht. Als Material dienen eventuell Teilnehmerliste, Elterninformation, Zielortbeschreibung und thematischer Schwerpunkt.

Präsentation (Bezug: SE-1, SE-6, SE-8,SE-9, SE-10)

Die Methode Präsentation stellt eine wichtige Form der Lernzielkontrolle und der Dokumentation des Lernprozesses dar. Die Darstellung der Lernergebnisse kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Es bieten sich Formen der Ausstellung, der Referate, Vorträge, Portfolio-Mappen und künstlerische Darstellungsformen an. Als Material dienen Namensschilder, eventuell Tischkarten und Posterrahmenvorlage.

Portfolio (Bezug: SE-1, SE-2, SE-3 SE-4, SE-8, SE-9)

Ein Portfolio stellt eine Sammlung von Nachweisen dar, die die Lernbiografie des Lernenden deutlich macht. Es handelt sich dabei meist um eine Sammelmappe, die das Können, die Arbeitsweise und die Entwicklung des Lernenden aufzeigt. Als Material dient eine Sammlung von Arbeitsaufträgen in Form von Arbeitsblättern zu einem speziellen Thema.

Ausstellung (Bezug: SE-1, SE-2, SE-3, SE-4, SE-7, SE-8, SE-9, SE-10)

Die Ausstellung ist eine dauerhafte oder zeitlich begrenzte Veranstaltung, bei der Ausstellungsobjekte einem Publikum gezeigt werden. Im Kontext der Lehr- und Lernmethoden stellt die Ausstellung von Objekten die Schüler zu bestimmten Themen zusammengetragen oder erarbeitet haben eine interessante, aspektbezogene Leistungsschau dar. Sie kann kulturell, technisch oder wissenschaftlich ausgerichtet sein und kann über den Lernraum Schule hinweg öffentliches Interesse erzeugen. Als Material dienen Tischkarten, Plakatrahmen, Definitionskarten und eventuell eine Ausstellungsliste.

Globales Lernen (Bezug: SE-1, SE-4, SE-7, SE-8, SE-9)

Globales Lernen bezeichnet ein Bildungskonzept, das sich als Antwort auf die fortschreitende Globalisierung der Gesellschaften versteht. Es bedient sich innovativer und partizipativer Methoden, die den Schülerinnen und Schülern Weltoffenheit und Empathie mit anderen Menschen und Lebewesen ermöglichen. Zentrale Schwerpunkte liegen auf der Verwirklichung von Menschenrechten, der Verbesserung der globalen Gerechtigkeit nach den Bedingungen für eine friedliche Welt. Als Material dienen Informationen und Bilder der Partnerschule, Briefvorlagen, Worksheet in English, sowie Vorschläge zu Partneraktionen wie dem Fairen Frühstück und Prima Klima Tag.

Projekt oder Aktion (Bezug: SE-4, SE-7, SE-8, SE-9, SE-10)

Die Methode Projekte oder Aktionen findet besonders wirkungsvollen Einsatz, weil sie ein Ausdruck sinnerfüllten Lernens ist. Die Motivation zur Durchführung von Projekten liegt meist in der Verdeutlichung von aktuellen Problemen, Missständen und Ungerechtigkeiten bis hin zum Empfinden von Empathie für Betroffene. Das Projekt ermöglicht direkte Lernerfahrungen und ist auf Außenwirkung und Präsentation ausgerichtet. Es bedarf einer intensiven, kontinuierlichen Vorbereitung und Umsetzung. Sie leben und entwickeln sich durch individuelle Möglichkeiten der Partizipation von Schülerinnen und Schülern in ihrer sozialräumlichen Orientierung bis hin zu Partnerschaften im Rahmen des Globalen Lernens. Die Vorbereitung und Durchführung von Projekten ist längerfristig angelegt und ermöglicht die Verknüpfung unterschiedlichster Lernerfahrungen. Hier wird Raum zur Erprobung und Entfaltung von Zukunftskompetenzen geschaffen. Als Material dienen Organisationshilfe, Hintergrundinformation, Presseinformation, Plakatrahmen, Aktionsmaterial.

Zukunftswerkstatt (Bezug: SE-4, SE-8, SE-9, SE-10)

Bei der Zukunftswerkstatt handelt es sich um eine kreative Lernmethode, die mit Hilfe des Einsatzes unterschiedlicher kreativer Elemente die Teilnehmer ermutigt, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden. Die Zukunftswerkstatt erfordert eine gute Vorbereitung und ist je nach Themenwahl und Material von unterschiedlich langer Dauer. Sie birgt viele Strategien zur Herstellung einer lockeren, optimistischen Atmosphäre. Ihre Durchführung ist meist von Änderungen des Gruppenklimas begleitet. Über Methoden der Ideenfindung und Ideenstrukturierung und Themenfindung hinaus mündet die Zukunftswerkstatt meist über Modellbau zur konkreten Umsetzung von Zukunft gestaltenden Projekten und Aktivitäten. Als Material dienen eine Anleitung zur Phantasiereise, zur Kritikphase (Motzmonster) und Ideen zum Modellbau (Schule der Zukunft).

Multiplikatorenschulung

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung zur Einführung des Grundlagenbausteins "Das Klimasystem" in der Natur- und Umweltschutz Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die vertiefenden Lehr- und Lernmaterialien zum Lernbaustein "Unser Wetter" zur Einführung in Grundschulen des Offenen Ganztages freigegeben. Die Multiplikatorenveranstaltung zur Einführung der Lernbausteine "Unser Wetter" und "Unser Wasser" fand am 30. Mai 2012 im Rahmen der Fortbildungsreihe "Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule — Ein Lernmodul zum Klimawandel und Klimaschutz" in der Natur- und Umweltschutz Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen statt.

Die Veranstaltung zeigte insbesondere Möglichkeiten auf, wie das Thema Wetter in Abgrenzung zu Witterung und Klima im Sachkundeunterricht und verzahnt zur Betreuungszeit des Offenen Ganztages vermittelt werden kann. Teamarbeit und wirkungsvolle Methoden zur Vermittlung der Gestaltungskompetenz der Bildung für nachhaltige Entwicklung ermuntern zur Institutionalisierung von zukunftsorientierten Lern- und Forscherwerkstätten an Grundschulen. Der Deutsche Wetterdienst und weitere außerschulische Projektpartner stehen den Projekt- und Netzwerkschulen zur Zusammenarbeit zur Verfügung.

Das aktuelle Jahresprogramm der NUA können Sie hier einsehen. Die Veranstaltung wird unter der Veranstaltungsnummer 095 geführt. Darüber hinaus ist das Projekt offen für weitere interessierte Partner und Schulen.

Internationale Aktionstage der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Lernen und erleben wie phantastisch die komplexen Teilsysteme des Klimasystems funktionieren, wie sensibel sie auf Umweltveränderungen reagieren und welchen persönlichen Beitrag ein jeder von uns zum Klimaschutz leisten kann, das verbindet Schulträger, Schulleiter, Lehrer, pädagogische Betreuer, Grundschulkinder und ihre Familien, im Projekt "Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule" mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Das Projekt Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule nahm auch im Jahr 2012 wieder mit einer Veranstaltung an den Aktionstagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung teil, die in der Zeit vom 01.09.2012 bis zum 30.09.2012 stattfanden.


Projekt-
broschüre

Die Broschüre zum Projekt Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule finden Sie hier.