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Das Klima einer Region betimmt, wo wir Menschen in ihr in größerer Zahl leben können.
Prof. Dr. Hartmut Graßl

Projektziele und Zielgruppen

Übergreifende Lernziele

Auf der Grundlage der Projektphilosophie gilt neben den bausteinspezifischen inhaltlichen Zielen für jeden Lernbaustein verbindlich der übergreifende folgende Zielkatalog.

Das Lernmodul und hat zum Ziel,

  • Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels schwerpunktbezogen zu beleuchten und systematische Zusammenhänge verstehbar zu machen,
  • Kinder zu sensibilisieren, zu klimabewusstem Handeln zu ermuntern und sie anzuleiten, Gestaltungsoptionen für eine bessere Zukunft im eigenen Lebensumfeld aktiv und bewusst zu nutzen,
  • den Bewußtseinsbildungsprozeß der Schüler, ihrer Eltern, Familien und Primärgruppen, sowie der Öffentlichkeit vor Ort frühzeitig und richtungsweisend anzuregen,
  • die Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen zu stärken,
  • die individuelle Entwicklung der Ganztagsschulen mit ihren individuellen Förderschwerpunkten nach Kräften zu unterstützen,
  • die sozialräumliche Verankerung der Schulen zu unterstützen,
  • möglichst breite Einsatzoptionen für den Ganztagsunterricht zu geben und größtmögliche Planungssicherheit zu gewährleisten,
  • Einsatzvoraussetzungen und Aufwände zu minimieren,
  • inhaltlich und didaktisch-methodisch anpassbar und erweiterbar zu bleiben und bedarfsorientierte Eigenentwicklungen zu ermöglichen.

Zielgruppen

Das Lernmodul richtet sich an die Zielgruppen in und um Schule als Lern- und Lebensraum von Grundschulkindern, darüber hinaus bezieht es an geeigneten Stellen bedeutende außerschulische Partner und Lernorte mit ein.

Lehrer sind die primären und richtungsweisenden Partner in jeder Phase des Erziehungsprozesses. Sie benötigen über die fachliche Qualifikation hinausgehende Unterrichtsmaterialien zur Vermittlung des speziellen Hintergrundwissens, um Planungssicherheit und Handlungsfreiheit in konkreten Situationen zu erhalten und zu behalten, und konzeptuelle Anregungen und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einzelner Phasen im Rahmen des Offenen Ganztages.

Erzieher und Betreuer stellen die Ganztagsbetreuung außerhalb des Vormittagsunterrichtes in vielfältigen Situationen sicher. Als sekundäre Vermittler benötigen sie auf die Unterrichtmaterialien zugeschnittene, ergänzend vermittelnde und vertiefende Anleitungen und Handlungsleitfäden, insbesondere auch bei durch die Fachlehrer ausgewählten explorativen und experimentellen Unterrichtsphasen.

Die Schüler leisten den eigentlichen Transfer der vermittelten Anpassungsstrategien. Sie benötigen neben der unerlässlichen Kommunikation der Inhalte durch Lehrer, Erzieher und Betreuer ergänzende Hilfestellungen zur Übertragung der Inhalte in ihre Lebenswelt, die die kreative Bandbreite des jeweiligen Themenbereiches öffnen helfen und die eigene Gestaltung fördern.

Die Eltern und Familien sind primäre, aus Sicht der Schule externe Bezugspersonen zur Erweiterung der kindlichen Erfahrungshorizonte und Wertestrukturen. Sie erhalten hinweisende und ergänzende Anregungen zur gemeinsamen Reflexion und Integration der Anpassungsstrategien in den Lebenszusammenhang der Kinder und des privaten Umfeldes.

Für die Zielgruppen lassen sich im Hinblick auf die erzieherische Kommunikation zwei direkte und zwei indirekte Vermittlungsebenen identifizieren, die die Bausteine unterstützen:

  • Ebene 1: Lehrer — Schüler,
  • Ebene 2: Erzieher/Betreuer — Schüler,
  • Ebene 3: Schüler — Eltern/Familien und schließlich
  • Ebene 4: Schüler — Öffentlichkeit.

Hinzu kommt im Rahmen des Offenen Ganztages die Berücksichtigung der Beziehung zwischen dem Fachlehrer und den Erziehern und Betreuern bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Maßnahmen. Hier ist eine besondere Abstimmung und engagierte Teamarbeit gefordert, die jedoch in den unterschiedlichen Trägermodellen durch Kontaktlehrer gegeben ist.

Die Ebenen 1 und 2 sind für den Unterrichtserfolg direkt verantwortlich. Die Sensibilisierung für die Themenkomplexe muss mit Hilfe der Bausteininhalte hier gelingen. Die Ebenen 3 und 4 sind im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Prozesses zu unterstützen, z.B. in Ebene 4 durch Präsentationen der Schüler nach durchgeführten Projektwochen oder bei Schulfesten, aber auch durch schulübergreifende Exkursionen und Aktionen in der Gemeinde. Beide indirekten Ebenen mögen den Schülern die positive Außenwirkung ihrer gestalterischen Möglichkeiten aufzeigen und Ihre Handlungsmöglichkeiten direkt erleben lassen.

Multiplikatorenschulung

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung zur Einführung des Grundlagenbausteins "Das Klimasystem" in der Natur- und Umweltschutz Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die vertiefenden Lehr- und Lernmaterialien zum Lernbaustein "Unser Wetter" zur Einführung in Grundschulen des Offenen Ganztages freigegeben. Die Multiplikatorenveranstaltung zur Einführung der Lernbausteine "Unser Wetter" und "Unser Wasser" fand am 30. Mai 2012 im Rahmen der Fortbildungsreihe "Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule — Ein Lernmodul zum Klimawandel und Klimaschutz" in der Natur- und Umweltschutz Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen statt.

Die Veranstaltung zeigte insbesondere Möglichkeiten auf, wie das Thema Wetter in Abgrenzung zu Witterung und Klima im Sachkundeunterricht und verzahnt zur Betreuungszeit des Offenen Ganztages vermittelt werden kann. Teamarbeit und wirkungsvolle Methoden zur Vermittlung der Gestaltungskompetenz der Bildung für nachhaltige Entwicklung ermuntern zur Institutionalisierung von zukunftsorientierten Lern- und Forscherwerkstätten an Grundschulen. Der Deutsche Wetterdienst und weitere außerschulische Projektpartner stehen den Projekt- und Netzwerkschulen zur Zusammenarbeit zur Verfügung.

Das aktuelle Jahresprogramm der NUA können Sie hier einsehen. Die Veranstaltung wird unter der Veranstaltungsnummer 095 geführt. Darüber hinaus ist das Projekt offen für weitere interessierte Partner und Schulen.

Internationale Aktionstage der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Lernen und erleben wie phantastisch die komplexen Teilsysteme des Klimasystems funktionieren, wie sensibel sie auf Umweltveränderungen reagieren und welchen persönlichen Beitrag ein jeder von uns zum Klimaschutz leisten kann, das verbindet Schulträger, Schulleiter, Lehrer, pädagogische Betreuer, Grundschulkinder und ihre Familien, im Projekt "Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule" mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Das Projekt Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule nahm auch im Jahr 2012 wieder mit einer Veranstaltung an den Aktionstagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung teil, die in der Zeit vom 01.09.2012 bis zum 30.09.2012 stattfanden.


Projekt-
broschüre

Die Broschüre zum Projekt Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule finden Sie hier.